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Feuerlöschleitungen im Trinkwassersystem: Hygiene richtig absichern 

Michail Troiber

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Feuerlösch- und Brandschutzanlagen sind lebenswichtig – gleichzeitig stellen sie in Kombination mit der Trinkwasserinstallation besondere hygienische Anforderungen. Der zentrale Zielkonflikt: Löschtechnik muss jederzeit einsatzbereit sein, darf aber nicht zur Keimquelle oder zum Rückflussrisiko für das Trinkwassersystem werden. Große Rohrdurchmesser, seltene Nutzung und Stagnationswasser begünstigen mikrobielle Vermehrung, darunter auch Legionellen. Darum gilt: Brandschutz ja – aber mit klarer hydraulischer und hygienischer Trennung.

Das größte Risiko entsteht durch stagnierendes Wasser. In Feuerlöschleitungen findet häufig über längere Zeit kein Wasseraustausch statt, da die Leitungen nur im Brandfall genutzt werden. Diese Stagnation kann dazu führen, dass sich Mikroorganismen vermehren und die Wasserqualität beeinträchtigt wird. Besonders kritisch ist dies, wenn Löschleitungen nicht fachgerecht geplant und an das Trinkwassernetz angeschlossen sind.

Die geltenden technischen Regelwerke legen deshalb klare Anforderungen an Planung, Betrieb und Absicherung fest. Je nach Art der Feuerlöschanlage kommen unterschiedliche Systeme zum Einsatz. Moderne Anlagen werden häufig als sogenannte "nasse" oder "nass/trockene" Feuerlöschleitungen ausgeführt. Dabei muss sichergestellt sein, dass kein Wasser aus der Feuerlöschanlage in das Trinkwassernetz zurückfließen kann. Hierfür sind geeignete Sicherungseinrichtungen notwendig.

Auch im laufenden Betrieb spielt die regelmäßige Kontrolle eine wichtige Rolle. Betreiber sind verpflichtet, ihre Trinkwasserinstallation bestimmungsgemäß zu betreiben und regelmäßig warten zu lassen. Dazu gehört auch die Überprüfung von Feuerlöschleitungen auf Funktion, Dichtheit und hygienische Sicherheit.

Besonders bei Bestandsgebäuden lohnt sich eine fachliche Überprüfung. Ältere Installationen entsprechen häufig nicht mehr den heutigen technischen und hygienischen Anforderungen. Im Rahmen einer Bestandsaufnahme lässt sich feststellen, ob die vorhandene Feuerlöschanlage den aktuellen Regelwerken entspricht oder ob Anpassungen notwendig sind.

Eine fachgerecht geplante und betriebene Feuerlöschanlage gewährleistet nicht nur den notwendigen Brandschutz, sondern trägt gleichzeitig dazu bei, die Trinkwasserhygiene dauerhaft zu sichern. So lassen sich hygienische Risiken minimieren und gleichzeitig gesetzliche Vorgaben zuverlässig erfüllen.

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